Schrägband ganz einfach selbst gemacht

Wusstest ihr, dass ihr Schrägband wirklich ganz einfach selber machen könnt? Ich habe wohl schon einmal davon gehört und sogar die Materialien zu Hause (!), aber es noch nie ausprobiert.

Erst als am letzten Wochenende eine andere Teilnehmerin des Patchworkkurses mich fragte, welches Schrägband ich denn für meine Nähmaschinenabdeckung nutzen wollte. Mein Plan war eigentlich die Kursleiterin zu fragen, ob sie passendes für mich hatte.

Die andere Teilnehmerin schlug vor, es aus passendem Stoff einfach selber zu machen. Selber machen? Warum eigentlich nicht?

Schrägbandformer in verschiedenen Größen

Schrägbandformer benutzen

Ihr benötigt:

  • Schrägbandformer in der richtigen Größe
  • Stoff
  • Bügeleisen

Die Schrägbandformer haben auf der Rückseite eine Nummer. Das ist die Breite des späteren Schrägbandes, bevor ihr es umschlagt. Weiterlesen

Nähfüße: Reißverschlussfuß

Heute möchte ich euch den Reißverschlussfuß vorstellen. Der Reißverschlussfuß ist einer der weniger komplizierten Füßchen, denn allein sein Name verrät uns schon, wofür er vorgesehen ist: zum Einnähen von Reißverschlüssen.

Der Reißverschlussfuß ist so gemacht, dass besonders nah am Reißverschluss selbst entlang genäht werden kann kann. Denn der Fuß kann sowohl rechts als auch links von der Nadel eingesetzt werden. Je nachdem, wie man ihn gerade braucht. Ich zum Bespiel habe den Stoff viel lieber links als rechts von der Nadel liegen.

Reißverschlussfuß

Reißverschlussfuß

Am Anfang habe ich immer den Standard Zickzackfuß benutzt, um Reißverschlüsse an zu nähen, da ich durch diesen immer im gleichen Abstand zum Reißverschluss halten konnte. Damals habe ich mich so einfach sicherer gefüllt. Darum empfand ich Reißverschlüsse einnähen nie als besonders schwierig. Zumindest gab es andere Dinge, vor denen ich mehr Respekt hatte. Weiterlesen

Nählexikon: Kopierpapier und Kopierrädchen

Bei dem Schnitt für mein Etuikleid von Burda fiel mir das erste Mal ein Kopierrädchen in die Hände. Meine Mama kramte es zusammen mit dem Papier aus ihrer Schneiderkiste. Vermutlich ist das ungefähr so alt wie ich, aber es funktioniert noch einwandfrei.

Kopierrad und Kopierpapier

Kopierrad und Kopierpapier

Das Kopierpapier und das – Rädchen haben wir dazu verwendet, um die Nahtlinien und Abnäher etc. vom Schnittmuster auf den Stoff zu übertragen. Dazu wird die gelbe Seite des Kopierpapieres auf den Stoff gelegt und man rädelt mit dem Rädchen über die Linien oder an den Linien entlang, die man übertragen möchte. Weiterlesen

Nählexikon: Wie benutze ich eine Zwillingsnadel?

Als ich euch mein selbstgenähtes Sommershirt gezeigt habe, habe ich euch auch gefragt, wie ich die Stoffkanten am besten umnähen könnte. Mehrmals fiel dann das Wort Zwillingsnadel. Da wurde mir klar, es wird Zeit, dass ich mich damit mal auseinandersetze.

Zwillingsnadel mit zwei gleichfarbigen Garnrollen

Zwillingsnadel

Ich habe ein wenig das Internet durchforstet und versucht hinter das Mysterium der Zwillingsnadel zu kommen. Ein wirklich tolle Anleitung habe ich auf dem Blog von mri gefunden.

Mein Problem war, dass ich mir einfach nicht vorstellen konnte, wie das Fadenmuster auf der Rückseite des Stoffes zu Stande gekommen ist. Aber ich habe zusätzlich die Anleitung meiner Nähmaschine hervorgekramt und habe einfach losgelegt. Meine Nähmaschine hat einen extra Aufsatz, um eine zweite Garnrolle auf der Stelle für den Unterfaden zum Aufrollen, zu befestigen. Weiterlesen

Patchwork: Dreiecke nähen

Für meine Patchworkdecke musste ich aus meiner Komfortzone mit den Quadraten raus. Denn zu dem Muster gehören nun mal auch Dreiecke. Nie zuvor gemacht, aber mit der Hilfe der Dozentin des Patchworkkurses, war das Ganze leichter als gedacht.

Und heute zeige ich euch, wie ihr Dreiecke für eure Patchworkprojekte nähen könnt. Alles, was ihr braucht, sind zwei verschiedenen farbige Quadrate. Wenn ihr, wie ich, verschiedene Farben in euren Dreiecken haben wollt, braucht ihr bis zu vier verschiedene Stoffe.

Patchwork Dreiecke

Patchwork Dreiecke

Für meine dreifarbigen Dreiecke brauchte ich:

  • zwei Quadrate in weiß
  • ein Quadrat in z.B. grün
  • ein Quadrat in z.B. grau

Die jeweils bunten Quadrate legt ihr rechts auf rechts auf die weißen Quadrate und steckt sie fest. Weiterlesen

Nählexikon: Fadenlauf

Wenn man mit dem Nähen anfängt, begegnet man schnell dem Begriff „Fadenlauf“. Solange ich nur kleine Täschchen aus Baumwolle genäht habe oder nähen konnte, habe ich den erst einmal ignoriert. Denn ich hatte weit größere Probleme, um die ich mich beim Nähen kümmern musste und war froh, wenn das Ergebnis passabel aussah.

Inzwischen habe ich mich auch an Schnittmuster für Kleidung gewagt und da ist das dann doch wichtiger.

Wie erkenne ich den Fadenlauf?

Der Fadenlauf läuft immer parallel zu den Webkanten. Das sind die rechte und linke Seite der Stoffbahn. Wenn ein Stoff also 1,40 breit ist, bezieht sich diese Angabe nicht auf die Länge des Fadenlaufes.

Verschiedene Webkanten

Webkanten

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Nähfüße: Blindstichfuß

Ich weiß, es hat ewig und drei Tage gedauert, aber heute geht es endlich in die nächste Runde bezüglich der Nähfüße und zwar mit dem Blindsaumfuß. Dieser Fuß hat mir erst einmal überhaupt nichts gesagt und ich habe dann einmal nachgeschaut, was denn eine Blindsaum genau ist.

Eine Blindsaumnaht ist eine Naht, die auf der rechten Seite nicht sichtbar ist.

Wenn man über das Wort nachdenkt, hätte man das auch erwarten können. Also man kann Säume, z.B. von Kleidern oder T-Shirts, so zusammennähen, ohne dass man auf der schönen Seite des Stoffes eine Naht sieht. Klingt schon mal nicht schlecht.

Und so sieht das gute Stück aus:

Blindsaumfuß

Blindsaumfuß

Meine Maschine hat zwei Stiche, die mit diesem Fuß verwendet werden können: Nummer 21 und 22. Weiterlesen

Nähfüße: Abkettel- und Overlockfuß

Die Blogpostreihe der Nähfüße geht heute endlich in die 3.Runde! Ja, leider hat es etwas gedauert, denn es geht um einen Nähfuß, den ich noch nie benutzt habe: der Abkettel- und Overlockfuß.

Overlock und Abkettelfuß

Overlock und Abkettelfuß

Erst einmal musste ich herausfinden, was Abketteln überhaupt bedeutet. Dazu habe ich meine Oma gefragt, denn sie hat mich auch bei den ersten Schritten an der Nähmaschine begleitet und wenn sie das nicht wusste, wer dann?

Abketteln bedeutet, den Stoff vor dem Ausfransen zu schützen. Um einen Stoff vor dem Ausfransen zu schützen, kann man den Zickzackstich Nr.12 verwenden und dann sowohl den Standard-Zickzackfuß als auch den Abkettel- und Overlockfuß benutzen.

Wenn ihr nicht nur Versäubern wollt, sondern auch gleichzeitig den Stoff zusammennähen wollt, stehen folgende Stiche bei meiner Maschine (N5000 von W6) zur Verfügung: 16 – 20. Das sind dann die Overlockstiche. Weiterlesen

Nählexikon: Paspelband

Auf meiner ewigen Liste der Näh-To-Dos stand das Verwenden von Paspelband. Mit dem Nähen des zweiten Kissenbezuges für den Balkon kann ich diesen Punkt endlich abhaken. Und es ist so einfach! Wenn man natürlich, wie ich, das Paspelband sofort um Ecken nähen möchte, ist das für einen Anfänger natürlich etwas wahnsinnig, aber was soll’s. Sonst lernt man es ja nie.

Paspelband kann man natürlich auch kaufen, aber das ist ja langweilig, wenn man es auch sehr einfach selber machen kann.

Materialien für das Paspeband

Materialien für das Paspeband

Materialien:

  • Kordel
  • Stoffstreifen, so lang wie die Kordel und ca. 4 cm breit
  • Farbliches passendes Garn
  • Reißverschlussfuß

Wenn der Stoffstreifen nicht so lang ist wie die Kordel, einfach mit passendem Garn, einen weiteren Stoffstreifen annähen. Weiterlesen

Nähfüße: Applikationsfuß

Nachdem letzte Woche Sonntag der Standard-Zickzackfuß dran war, ist heute der Applikationsfuß an der Reihe. Mit dem Applikationsfuß kann man mit meiner Maschine (W6 N5000) das nähen, was sie als Bonus gegenüber einfacheren Maschinen von W6 hat, nämlich Zierstiche und Buchstaben. Also ein wunderbares Spielzeug! Bei den Buchstaben kann man zwischen Druck- und Schreibschrift wählen.

Applikationsfuß

Applikationsfuß

Zierstiche und Buchstaben nähen

Für ein schönes und zufriedenstellendes Ergebnis, habe ich zwei Tipps: Weiterlesen