Ausrüstung für Nähanfänger

Wer mit dem Nähen anfängt, dem wird wohl schnell klar, dass man außer einer Nähmaschine und Stoff noch mehr braucht. Genau das habe ich auch festgestellt und darum habe ich hier einmal zusammengefasst, was ich alles in meiner Anfangszeit benötigt habe.

Wenn ich irgendwann keine Anfängerin mehr bin, braucht man eventuell noch mehr, aber das hier ist meine momentane Ausrüstung mit der ich gut klar komme:





Nähmaschine Stoffe Vlies Garn Scheren Rollschneider Schneidematte Lineal Stecknadeln Dekobändern, Pompon Borten, Litzen KAM Snaps mit Zange Reißverschlüsse Stift und Papier Müllbehälter Notizbuch

Nähmaschine StoffeVlieseinlagenGarnScherenRollschneiderSchneidematteLinealStecknadelnDekobänder, Pomponborten, LitzenKam Snaps & ZangeReißverschlüssePapier & StifteMüllboxNotizbuch

1. Nähmaschine
Ich habe mit einer günstige Nähmaschine vom Discounter angefangen zu nähen. Wenn man das Nähen erst einmal ausprobieren möchte, ist es sicher gut, sich nicht sofort eine super teure Nähmaschine anzuschaffen. Nachdem ich gemerkt habe, dass mir das Nähen wirklich viel Spaß macht, habe ich nach acht Monaten in die N5000 von W6 investiert.

2. Stoffe
Als Anfänger habe ich ausschließlich Baumwollstoffe benutzt, weil die sich nicht beim Nähen großartig verziehen (außer man zieht dran, aber das soll man ja eh nicht!). Besonders, wenn man noch am Üben ist und sich über jede gerade Naht freut, ist es doch schön, wenn der Stoff nicht gegen einen arbeitet.

3. Volumenvlies und Vlieseline
Die große Auswahl an Vlieseline kann schon etwas erschlagend sein. Bis jetzt habe ich einfaches Volumesvlies verwendet und an Vlieseline, die 90g/m. Aber das hat vermutlich auch mit eigenem Geschmack zu tun. Denn es kam auch schon vor, dass ich die Angaben bei einem Nähprojekt aus einem Buch befolgt habe und es dann am Ende zu instabil fand.

4. Garn
Ich habe zwei größere Packungen mit Garn, die ich vor Jahren bekommen habe (damals als ich auch meine Nähmaschine gekauft habe). Die sind vom Discounter und ich muss sagen, dass mir die Garne, trotz der Meinungen, die ich schon gelesen habe, noch nie gerissen sind und ich damit sehr zufrieden bin, besonders weil man erstmal eine gute Auswahl an Farben hat und rumprobieren kann. Noch ein kleiner Tipp: Weiß und Schwarz braucht man immer!

5. Scheren
Ich habe ingesamt vier Scheren im Einsatz. Eine Stoffschere, eine Zickzackschere, eine kleine Schere und eine Papierschere. Die erste nutze ich zum (klar) Zuschneiden, die Zickzackschere meist, um nach dem Zusammenähen von zwei Stoffen, den überstehenden Teil noch etwas ab zu schneiden und die kleine Schere, um das überschüssige Garn am Stoff ab zu schneiden. Mit der Papierschere schneide ich Schnittmuster aus Papier aus.

6. Rollschneider
Die Alternative zu der Stoffschere. Besonder gut geeignet, wenn man Rechtecke oder Quadrate ausschneiden möchte. Dabei kann man auch mehrere Stofflagen übereinander legen.

7. Schneidematte
Die Schneidematte ist das Muss bei einem Rollschneider. Ohne geht es nicht. Auf der blauen Seite sind die Angaben in Zentimeter und auf der anderen (roten) Seite in Inches. Das ist dann praktisch, wenn man auch mal in englischen/amerikanischen Blogs nach Anregungen schaut und nicht alle Angaben mühsam umrechnen muss.

8. Lineal
Das abgebildete Lineal ist natürlich ein Alles-Könner-Lineal, aber es reicht definitiv auch ein normales, wobei ich da sagen würde, dass es schon eins mit mindestens 30cm sein sollte.

9. Stecknadeln
Ich besitze ganz einfache Stecknadeln ohne buntes Köpfchen und kann nicht meckern. Aber ein Nadelkissen ist definitiv empfehlenswert. Denn es ist einfacher, die Nadeln schnell aus dem Nadelkissen zu ziehen als aus der klitzekleinen Box.

10. Dekobänder, Pompon Borten, Litze,..
Die Liste an „Verzierbändern“ ist fast unendlich. Sie peppen das ganze Projekt noch etwas auf und machen es interessanter. Die beiden Beispiele sind auch nur ein Teil meiner Sammlung, denn „Verzierbänder“ kann man, zumindest ich, nie genug haben.

11. Kam Snaps und Zange
Einmal gesehen, gekauft und begeistert gewesen. Knöpfe benutze ich kaum, dafür aber reichlich Kam Snaps. Es ist wirklich super einfach und es ist eine schnelle Lösung für einen Verschluss. Die Kam Snaps gibt es in vielen Farben und somit findet sich bestimmt ein passender für das gerade anliegende Projekt. Mehr zu diesem Thema im Blog.

12. Reißverschlüsse
Reißverschlüsse sind für manche Anfänger eher angsteinflößend, aber ich sage „Einfach machen!“, denn so schwierig ist es gar nicht. Es gibt allerlei verschiedene Arten und wer mehr erfahren möchte (auch zum Einnähen), findet in meinem Nählexikon mehr dazu.

13. Papier und Stifte
Also momentan benutze ich zum Erstellen von Schnittmustern, die meist noch rechteckig sind, einfach kariertes Papier. Wenn das Schnittermuster mal etwas größer ist, werden eben zwei A4 Blätter aneinander geklebt. Für Papier und für die Stoffe benutze ich Gelpens (ich hoffe, die heißen wirklich so). Ich habe es mit Kreidestiften probiert, aber irgendwie sind die nicht so meins und verzögern alles nur.

14. Müllbox
Nie wieder ohne! Am Anfang flogen überall kleine Stoffreste und Fäden rum, bis ich auf die Idee gekommen bin, einfach alles sofort in eine Plastikbox zu schmeißen. Dann reduziert sich die Zeit, die man fürs Aufräumen braucht, enorm!

15. Notizbuch
In diesem Notizbuch notiere ich mir die einzelnen Maße der Stoffe der gefundenen Schnittmuster und auch welche zusätzlichen Materialien ich benutzt habe. Wenn etwas nicht so gut war, kommt ein Klebezettel dazu, was nächste Mal anders muss.

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