Nählexikon: Kopierpapier und Kopierrädchen

Bei dem Schnitt für mein Etuikleid von Burda fiel mir das erste Mal ein Kopierrädchen in die Hände. Meine Mama kramte es zusammen mit dem Papier aus ihrer Schneiderkiste. Vermutlich ist das ungefähr so alt wie ich, aber es funktioniert noch einwandfrei.

Kopierrad und Kopierpapier

Kopierrad und Kopierpapier

Das Kopierpapier und das – Rädchen haben wir dazu verwendet, um die Nahtlinien und Abnäher etc. vom Schnittmuster auf den Stoff zu übertragen. Dazu wird die gelbe Seite des Kopierpapieres auf den Stoff gelegt und man rädelt mit dem Rädchen über die Linien oder an den Linien entlang, die man übertragen möchte.

An der Kante des Schnittmusters wird entlanggeärdelt, damit die Farbe in den Stoff gedrückt wird

An der Kante entlangrädeln

Durch das Rädeln drückt sich die gelbe Farbe auf den Stoff und man sieht genau wo man entlang nähen muss. Manchmal haben wir die Linien noch zusätzlich mit Schneiderkreide nachgezeichnet, damit die Linien besser sichtbar bleiben.

Es entstehen gelbe Punkte als Markierung auf dem Stoff

Gelbe Punkte als Markierung

Ich bin inzwischen ein großer Fan vom Rädeln. Allein dass ich weiß, wo ich nähen muss, erleichtert es mir enorm. Denn normalerweise orientiere ich mich an den Schnittkanten, aber die Nahtzugabe kann ja durchaus unterschiedlich breit sein, wenn man wie ich kein Maßband dazu verwendet.

Wer rädelt denn von euch noch?

Liebe Grüße,
Stephanie

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16 Gedanken zu “Nählexikon: Kopierpapier und Kopierrädchen

      • Hallo Ihr Zwei,
        ich kenn das auch so… Schnittmuster auf Zeitungspapier – drüberradeln – das übertragene Schnittmuster aus der Zeitung prickeln und verwenden. Du hebst den Zeitungsschnitt beschriftet auf und hast so ja nur einmal am Original „gedreht“
        Vielleicht sollte ich es auch mal wieder mit Kleidung nähen probieren….
        Alles Liebe und Dank für die Erinnerung ans Kopierrädchen, Katrin

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  1. Ich habe noch die Rädchen von meinen beiden Omas. Sie waren mein Lieblingsspielzeug als Kind, wenn ich ihnen beim Nähen zuschauen durfte. Mit ihnen wurden Schnitte aus den Schneiderheftchen auf Schnittpapier übertragen. Bei Abnähern etc. kam dann das Kopierpapier dazu. Kleine Schätze, die meine Omas gehütet haben und erst wegwarfen, wenn sie auseinanderfielen!
    Viele Grüße,
    Karin

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  2. Pingback: Monatsrückblick Juni 2015 | Kreativprojekte

  3. Für was Kopierpapier nicht alles gut ist. Hihi! Ich persönlich bastel auch überdurchschnittlich viel in meiner Freizeit, angefangen von Karten über Festzeitungen bishin zu Kalendern & Co. Da gehen auch immer enorme Mengen an Papier drauf. Aber inzwischen habe ich da eine sehr kostengünstige Quelle entdeckt. Hier meine Adresse für günstiges Kopierpapier. Da wird man immer fündig und meist kaufe ich auch gleich viel mehr ein als nötig, weils dann immer noch so tolle Geschenke dazu gibt. Und vorallem für die Bastler interessant, es gibt auch farbiges Papier und Papier in verschiedenen Stärken!

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  4. Hi Stephanie,

    ich habe erst vor kurzem mit dem Nähen angefangen und deine großartige Erklärung mit dem Rädchen bringt Licht ins Dunkle ;) Allerdings hab ich trotzdem eine Frage dazu: Wenn ich es richtig verstanden habe, liegt das Kopierpapier zwischen Stoff und Schnittmuster, dann radelst du drüber und die Linien sind auf dem Stoff. Aber nur auf der einen Seite oder? Nehme ich dann das Schnittmuster ab und hefte es auf die andere Stoffseite und mache dann nochmal das gleiche?

    Liebe Grüße

    Steffi

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    • Liebe Steffi,

      es freut mich immer sehr, wenn Licht ins Dunkle gebracht wird. :) Und ja die Linie ist dann nur auf einer Stoffseite. Dabei handelt es sich vermutlich um die linke. Auf eine rechte Stoffseite musst du die Striche nicht übertragen. Wenn du allerdings ein Stück im Stoffbruch zuschneidest und dieses Stück auseinanderfaltest, sind diese Linien nur auf einer Seite. Dann solltest du die Linien noch auf die andere Hälfte übertragen.

      Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken :) Wenn nicht, frag gerne noch einmal nach.

      Liebe Grüße,
      Stephanie

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